Der Machtkampf in der Partnerschaft

Nach dem Verliebtsein kommt oft der Dämpfer: der Machtkampf. Viele Bindungen überleben erst gar nicht, andere Paare stecken da Jahrzehnte drin. Doch es gibt einen Weg hinaus, Lisa und Max zeigen es vor.

Wir sind alle Individuen und das ist auch gut so. Doch in der Partnerschaft tun sich zwei Menschen zusammen und müssen irgendwie ein Ganzes werden. Dabei will natürlich kaum einer seine Sicht der Welt aufgeben.

Lisa ist strebsam, war sehr gut in der Schule und ist im Studium eine der besten. Auf einer Party lernt sie Max kennen. Er ist entspannt und locker. Aber im Studium kommt er gerade so mit.
Lisa kann bei Max gut chillen. Max kann bei Lisa gut lernen. Sie verlieben sich auch durch diese Gegensätze.

Aus Chillen und Stress wurde Streit. Der Weg aus dem Machtkampf.

Hindernis: die individuelle Welt 

„Oft werden gerade die Dinge zu Konfliktpunkten, die uns an unserem Partner gefallen haben eben die Unterschiede.“ (Chuck Spezzano 2012, Seite 25)

Doch nach dem Verliebtsein kommt der Schlag mit dem Hammer: Lisa will, dass Max strebsamer wird; Max will, dass Lisa entspannter wird. Sie beide haben ganz unterschiedliche Ansichten, wie das Leben funktioniert.

Lisa muss ewig Leistung bringen und ist allzeit aktiv im Leben. Sie strebt daher, in ihrer zielbewussten Welt zu bleiben.

Max ist eher passiv und denkt, dass er auch so durchs Leben kommt und er will und kann nur ruhig und entspannt sein. Er findet Lisa bisweilen zu hektisch.

In jedem von ihnen kommt das Ego hervor und die Liebe wird zweitrangig. Es kommt zum Machtkampf. Jeder will den anderen in seine Welt ziehen.

„Der Grund, warum man sich in jemanden verliebt hat, ist häufig auch der Grund, warum man sich von ihm trennt.“ (Stolzenburg, Seite 21)

Kompromisse helfen selten 

Lisa und Max versuchen es mit Kompromissen. Doch sie sind meist nicht ratsam. In der Regel fühlen sich dann beide als Verlierer in dem Kampf, so auch Lisa und Max.

DIE LÖSUNG: LERNEN, ZUHÖREN, ABGEBEN UND VERTRAUEN

Die Lösung

Sie können voneinander lernen. Lisa kann durch Max lernen, in bestimmten Dingen loszulassen. Ihre Beziehung ist dafür der Nährboden. Lisa muss nicht in allem strebsam sein, was sie macht. In vielen Situationen könnte sie sich einfach entspannter verhalten.

Max war selten etwas wichtig. Er hat es nie richtig gelernt, nach Erfolg zu streben. Durch Lisa kann er aber lernen, aus dem Leben zu schöpfen. Er kann durch sie lernen sich Ziele zu setzen und diese auch zu erreichen. Lisa zeigt ihm einen Weg zum Erfolg, durch ihr Tun: Lernen am Modell.

Verständnis

Auf einander zu gehen, ist der richtige Weg. Max geht auf Lisa zu, taucht in ihre Welt. Er hört zu und versteht die Bilder in ihrem Kopf, ja, er fühlt mit ihr. Die Gedanken verschweißen.

Nein! Er stellt nichts infrage, er widerspricht nicht, er mauert nicht und verschränkt nicht die Arme, er belehrt sie nicht. Er hört ihr nur sanft zu.

Lisa spürt Nähe, sie spürt Bindung, sie spürt Liebe, sie kommt zur Ruhe.

Verständnis ist ihr Button zur richtigen Bindung: Durch beiderseitiges Verständnis lösen sie den Kampf auf.

Zusammenspiel 

Lisa kann nicht alles selbst machen. In vielen Dingen ist auch Max sehr gut. Beide haben eine Aufgabe: die Unterschiede des anderen zu schätzen. Lisa lässt Max jetzt machen, sie weiß: Das ist wichtig, sie lässt es zu und fängt an ihm zu vertrauen.

Max erledigt Dinge anders als Lisa – Das ist klar. Aber letztlich kommt es auf das Ergebnis an.
Es gibt Situationen, da sollte Lisa strebsam und aktiv sein. Aber es gibt auch Umstände, da ist ein entspanntes Herangehen von Max besser. So können sich Lisa und Max absprechen und so können sie die Partnerschaft auf eine höhere Ebene heben. Lisa muss mehr loslassen und beide sollten Max mehr zutrauen.

Kultur

Comments

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Advertismentspot_img

Instagram

Folge uns bei Instagram

Highlights